Alternative Linke präsentiert "Tearing Walls Down"


  Dokumentarfilm von Serif Çiçek, Türkei, 2023, OV Türkisch/d , 50 Minuten

Tearing Walls Down

Oppositionelle Politikerinnen in der Türkei, die gegen die Politik der Gewalt und Repression ankämpfen, werden von der antidemokratischen Regierung seit Jahren abgesetzt, verfolgt oder eingesperrt. Die Dokumentation behandelt exemplarisch drei Schicksale. Aysel Tugluk, Figen Yüksekdag und Gülten Kisanak sind demokratisch gewählte Politiker:innen der «Demokratischen Partei der Völker» (HDP), die im Zuge der Repressionswelle, nach dem Friedensprozess 2016, inhaftiert wurden.Menschen, die gegen die Politik der Gewalt, Hetze und Repression in der Türkei kämpfen, werden verfolgt und eingesperrt. Der Film zeigt die Schicksale Dreier Politikerinnen, die sich für eine hoffnungsvolle und plurale Gesellschaft einsetzen –gegen die Herrschaft einer antidemokratischen Regierung. Der Film dokumentiert die Geschichte von drei Frauen der türkischen und kurdischen Gesellschaft. Es ist die Geschichte ihrer Lebenswege, ihrer politischen Erfolge und ihrer Verhaftung.

«Es geht um die Geschichte der inhaftierten Politiker:innen. Es sind gewählte Vertreterinnen, die seit mehr als sechs Jahren in türkischen Gefängnissen sitzen. Es gibt keine ausreichende rechtliche Grundlage für die Gefangenschaft. Die Gerichtsprozesse sind von Willkür geprägt. Unser Ziel war es,die Ungerechtigkeiten, denen diese Menschen ausgesetzt sind ans Licht zu bringen und gleichzeitig zu zeigen, wie politische Überzeugungen weltweit, auch im Exil sehr wirkungsvoll eingesetzt werden können.» Onur Güler

Auf dem letzten Kongress der HDP wurde bekannt, dass mehr als 16.490 Mitglieder in Untersuchungshaft gekommen und mehr als 3.495 Mitglieder verhaftet wurden. Darunter befinden sich 17 gewählte Bürgermeister*innen und 7 Abgeordnete des Parlaments.

Im Anschluss an den Film: Gespräch mit Evin Jiyan Kisanak (Tochter von Gülta Kisanak) und Sibel Yigitalp (ehemalige Abgeordnete der HDP –seit 2018 im Exil) zur Situation der politischen Gefangenen und dem Kampf der Frauen in der Türkei.



Der Film ist untertitelt, das Gespräch wird auf Deutsch übersetzt.